Kooperationsklasse

Konzeption der

Kooperationsklasse Schule – Wirtschaft

Anliegen:

Verbesserung der Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik

Steigerung der Berufsreife

Hauptschulabschlussprüfung nach den  Vorgaben des Berufsvorbereitungsjahres

Zielgruppe laut Kooperationsklassenverordnung des KM:

„Schülerinnen und Schüler der Werkrealschule oder Hauptschule, deren Schulabschluss gefährdet ist, können im Anschluss an Klasse 8 eine Kooperationsklasse besuchen. Dort sollen in enger Zusammenarbeit der beteiligten Schulen sowie unter Einbindung von Betrieben die Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler verbessert und die Möglichkeiten für ihre erfolgreiche berufliche Eingliederung erweitert werden, indem durch individuelle Förderung sowie die vertiefte Vermittlung von praxis- und berufsbezogenen Inhalten in bis zu drei Berufsfeldern neue Lern- und Leistungsanreize geschaffen werden.“

Zur Zielgruppe gehören vor allem lernschwache, langsamer aufnehmende, aber lernbereite Jungen und Mädchen nach Klasse 8, unabhängig von der Versetzungsentscheidung, mit solider Belastbarkeit.

Ziel:

Erarbeitung von ausgewählten Inhalten des 9. Schuljahres an Hauptschulen und des Berufsvorbereitungsjahres innerhalb von 2 Jahren.

Aneignung von Voraussetzungen für eine verbesserte Berufsreife in einer veränderten Arbeitswelt.

Klassenfrequenz:  

– maximal 16 Schülerinnen und Schüler

Unterrichtsangebote

Erstes Schuljahr (federführend und Standort: Walther-Hensel-Schule Göppingen GWRS)

Hauptschule: 

21 Wochenstunden

Religion / Ethik  1 Wochenstunde

Deutsch, Mathematik  13 Wochenstunden

Materie-Natur-Techni (MNT)  3 Wochenstunden

Welt-Zeit-Gesellschaft  3 Wochenstunden 

Sport und Gestaltung  1 Wochenstunde     

Berufliche Schulen:

Englisch  2 Wochenstunden 

Einführung in den Umgang mit Materialien (an den Beispielen Holz, Metall und Kunststoff) 8 – 10 Wochenstunden  

         oder

Einführung in den Dienstleistungssektor (an den Beispielen Waren und Verkauf) 8 – 10 Wochenstunden

Zweites Schuljahr (federführend und Standort: Berufsschule)

Berufliche Schulen:

Englisch  2 Wochenstunden

Fachpraxis (gewerblich, hauswirtschaftlich): 10 – 12 Wochenstunden

Fachtheorie:  (Technologische Grundlagen, Computeranwendungen, Sport): 4-6 Wochenstunden

Betriebstag:  4 –  6 Wochenstunden

Rahmenbedingungen:

Der Betriebstag soll sich über ein ganzes Jahr erstrecken und einen Tag pro Woche betragen, beginnend, wo möglich, mit einem einwöchigen Praktikum zu Beginn des neuen Schuljahres.

Bis zu den Pfingstferien muss sich bei den Schüler/innen unter Mithilfe der Lehrer/innen und der Berufsberatung ein realistischer Berufswunsch herauskristallisieren.

Im Juni/Juli erfolgt die Kontaktaufnahme der IHK und Kreishandwerkerschaft mit den Betrieben. Dabei wid ein Betrieb festgelegt (wünschenswert wäre schon ein möglicher Ausbildungsbetrieb).

Hauptschule:

Ethik  1 Wochenstunde

Deutsch, Mathematik, Welt-Zeit-Gesellschaft 13 Wochenstunden

Abschluss: Eigenständige Prüfung

Prüfungsfächer: Deutsch, Mathematik, Technologische Grundlagen, Fachpraxis (Wahlmöglichkeit: Holz, Metall, Nahrung, Textil und Bekleidung, …)

Organisatorisches:

Um ein hohes Maß an persönlichem Bezug und an Kontinuität zu erreichen, wird versucht, den Unterricht auf nur wenige Lehrpersonen zu verteilen, die die Schülerinnen und Schüler (möglichst) über beide Jahre hinweg begleiten.

Die vorgegebenen Wochenstundenzahlen sind Eckdaten, die unter Berücksichtigung der z. T. notwendigen Lernpläne für einzelne Schüler/innen individuell verändert werden können.

Handwerk (Kreishandwerkerschaft) und Industrie (IHK) unterstützen uns tatkräftig bei der Suche nach Praktikumplätzen. Die Arbeitsverwaltung ist bei der Erarbeitung eines realistischen Berufswunsches mit eingebunden.

 

Staatliches Schulamt Göppingen

Berufliche Schulen Göppingen                                                          Stand: 12.01.2012